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Spritzgießverfahren für hoch-dekorative Oberflächen

Verchromte Kunststoffteile sind in modernen Automobilen aus gutem Grund weit verbreitet. Sie ermöglichen die erforderliche hohe Funktionsintegration und das geringe Gewicht von Spritzgießteilen mit einer Echt-Metall-Oberfläche – und liefern damit eine attraktive Optik.

Neue Ideen und Visionen der Designer schieben die Anforderungen an verchromte Bauteile in der Automobilindustrie und an deren Produzenten immer weiter hinaus. Von zunächst kleinen Bauteilen wie Einleger in Lüftungselementen bis hin zu großen Elementen in Türverkleidungen, haben galvanisierte Kunststoffteile ihren Anteil am Automobilinterieur weiter gesteigert. Sie müssen trotz oft filigraner Geometrie geringe Toleranzen erreichen, um die Montagefähigkeit zu sichern, und gleichzeitig hinsichtlich Oberflächenqualität hohen Ansprüchen genügen. Hier stoßen die herkömmlichen Spritzgießverfahren jedoch an ihre Grenzen.

Zwar lassen sich lange Bauteile durchaus mit den bekannten Spritzgießverfahren herstellen, kritischer Punkt dabei ist jedoch die Maßhaltigkeit. Hohe Drücke während des Einspritzvorgangs sorgen gleichzeitig für Verzug während der Abkühlphase außerhalb der Spritzgießwerkzeuge. Diesem begegnet man dann gerne mit Einbau zusätzlicher Anspritzpunkte. Diese Strategie führt aber zu Bindenähten, die oft eine ungewollte Markierung auf der Bauteiloberfläche hinterlassen.

Abhilfe kann das Kaskadenspritzgießen bringen. Während beim herkömmlichen Spritzgießprozess Kaltkanalverteiler die Befüllung des Bauteils sicherstellen, werden beim Kaskadenspritzgießen mehrere Heißkanaldüsen mit Nadelverschlusssystemen eingesetzt. Diese Nadelverschlussdüsen öffnen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Die gezeigte Akzentleiste wird zunächst über die Heißkanaldüse in der Mitte angespritzt. Erst nach Überströmen der weiteren Anspritzpunkte öffnen die entsprechenden Düsen. So kann man die Vorteile der Mehrfachanspritzung mit der Bindnahtfreiheit verbinden. Die Angusspositionen werden, wie in dem gezeigten Beispiel, in Füllsimulationsrechnungen optimiert.

Diese Technologie setzt KTB nach eigenen Angaben seit drei Jahren erfolgreich bei mehreren Projekten ein. Weitere Entwicklungen laufen derzeit. Hier wird immer, basierend auf Simulationsrechnungen, die günstigste Anspritzsituation in Hinblick auf das Verzugsergebnis ermittelt. Die Nachfrage steigt, insbesondere immer dann, wenn in solchen Leisten weitere Funktionen, wie Licht integriert werden sollen.

Quelle Kunststoff Magazin

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